Es ist der 27. Oktober und nach 1jähriger Wartezeit ist es nun endlich wieder soweit, die Forellenfahrt steht ins Haus.
Endlich geht es wieder nach Rodekro zu Kurt in Dänemark. Es ist morgens um 6.30 Uhr und ich verstaue die Sachen meines Passmannes Reiner Mücher im Auto. Als wir dann endlich fertig sind, ist das Auto zum Bersten voll, da ja wie gewöhnlich immer alles mit muss, was man für diese Angelei besitzt.
Also rein ins Auto und los. Schnell auf die Autobahn und hoffen, dass diese nicht zu voll ist und man schnell durchkommt. Dann der erste Anruf von unseren Mitstreitern. Seid ihr schon unterwegs, wollen wir uns in Linum treffen und den weiteren Fahrtverlauf klären? Also schnell in Linum raus und auf die anderen beiden gewartet.
Keine 10 Minuten gewartet und Peter Lucas und Jürgen Mücher steigen neben uns aus und begrüßen uns mit einem fetten Lächeln im Gesicht. Nach ein paar kleinen Späßen geht’s dann endlich los in Richtung Dänemark.
Nach knappen 4 Stunden und freier Fahrt haben wir es dann endlich geschafft. Angekommen in Rodekro.
Die Aufregung ist uns spürbar anzumerken. Jeder möchte am liebsten gleich zu den Ruten greifen und seine erste Forelle für dieses Jahr auf die Planke legen. Aber wie es nun einmal so ist, müssen vorher die organisatorischen Dinge erledigt werden. Also rein bei Kurt in die Hütte und die Zimmerschlüssel geholt. Nebenbei noch ein kleines Bier und einen Begrüßungsschnaps und schon fühlt man sich wieder wie zu Hause (auch wenn es schon wieder ein Jahr her war).
Endlich am Haus angekommen muss erst einmal das Proviant und die Klamotten ausgepackt werden. Man staunt in solchen Situationen doch immer wieder, wie viel ein Auto so fassen kann.
Nachdem die wichtigen Dinge nun endlich verstaut sind und die Getränkeverkostung abgeschlossen war, sollte es nun an einen der 3 freigegebenen Seen gehen.
Wir teilten uns also auf und versuchten unser Glück zuerst am 1er und 2er See. Leider war uns Petrus an diesem Tag nicht ganz so gut gesonnen, denn bis zur Dämmerung konnte nur ein Fisch von uns Vieren gefangen werden. Zwar wurden einige im Drill verloren, aber bekanntlich zählt ja fast gefangen nicht. Alles nicht so schlimm, es lagen ja noch einige Tage vor uns. Also rein ins Haus, umgezogen und den Tag beim Abendbrot noch einmal Revue passieren lassen.
Am Freitag ging's dann in aller Frühe wieder ans Wasser. Voller Motivation wurden die Ruten ausgepackt. An diesem Tag sollte es dann doch nicht nur gutes Wetter geben, es sollten auch einige Fische gefangen werden. Am Ende des Tages konnten wir dann schließlich 10 Fische als unsere Beute betrachten (je 4 Fische von Jürgen Mücher und Peter Lucas und je 1 Fisch von Reiner Mücher und Peter Rene Lucas).
Gegen Abend wurde unsere Gruppe dann auch um 2 weitere Mitstreiter, Christian Lucas und Mike Rehmet erweitert.
Bei einem ausgiebigen Abendbrot mit passenden Getränken, wurde dann die Taktik für den nächsten Morgen besprochen.
Gegen Abend wurde unsere Gruppe dann auch um 2 weitere Mitstreiter, Christian Lucas und Mike Rehmet erweitert.
Bei einem ausgiebigen Abendbrot mit passenden Getränken, wurde dann die Taktik für den nächsten Morgen besprochen.
Es ist Samstagfrüh, es ist kalt, aber für "richtige" Angler gibt es ja kein falsches Wetter, nur falsche Kleidung. Also wieder ran ans Wasser. Auch an diesem Tag sollten die Fische wieder in Beißlaune sein. Mit Streamer, Paste und auch der Fliegenrute konnten an diesem Tag insgesamt 25 Fische gelandet werden. Gegen Mittag gesellten sich dann auch die restlichen 4 Gruppenmitglieder Dietrich Heinze, Rainer Neumann, Wilfred Lucas und Uwe Hennig zu uns, sodass wir für den Rest der Woche dann insgesamt 10 Personen sein sollten, die den Fischen nachstellen.
Abends wurde dann die ganze Mannschaft offiziell begrüßt und auf die nächsten Tage eingeschworen. Nach Einteilung der einzelnen Mannschaften für die Küchenarbeiten und die Parole saß man in gemütlicher Runde und besprach die ersten bereits vergangenen Tage.
In den folgenden Tagen sollten viele Fische gefangen werden, auch wenn das Wetter nicht immer so mitspielte, wie wir uns das vorstellten. So gab es zum Beispiel am Sonntag, Montag und Dienstag nicht einen Windhauch zu verzeichnen, was die Angelei auf Forellen bekanntlich nicht einfacher macht. Trotz dessen konnten in diesen 3 Tagen 88 Fische gefangen werden. Das Durchschnittsgewicht der einzelnen Fische lag hier immerhin zwischen 2 und 3 kg, also schon stattliche Fische.
Am Mittwoch ging es dann wie auch die letzten Jahre an den Privatsee von Kurt. Hier wurden manche Jahre schon beträchtliche Fänge verzeichnet. Allerdings sollte es dieses Jahr doch etwas anders kommen. Man hatte sich schon an das windstille Wetter gewöhnt und war nicht schlecht erstaunt, als am Mittwochmorgen ein regelrechter Sturm mit Platzregen und Hagel über uns hinweg zog. Aber was Solls, angezogen und raus ans Wasser.
Gegen 9.00 Uhr machte sich vorerst allgemeine Ernüchterung breit, da bis zu diesem Zeitpunkt gerade 3 Fische gefangen werden konnten und das an einem doch länger nicht befischten Gewässer, wo die Forellen doch um so gieriger sein müssten.
Irgendwann wurde der Schwarm dann doch noch geortet, was zur Folge hatte, dass zwischenzeitlich 8 von 10 Anglern auf engstem Raum einen Bereich von 20 Quadratmetern abfischten. Und das Ganze sogar ziemlich erfolgreich. So wurden in kurzer Zeit 25 Fische gefangen. Für jeden Fliegenfischer war es eine absolute Augenweide, da sich der Schwarm in einer Entfernung ca. 15 – 20 Meter vom Ufer bewegte, also mit dieser Angelei gut zu erreichen.
Gegen Mittag sollte diese Stelle dann erst einmal ruhen, in der Hoffnung, der Schwarm würde sich wieder etwas vergrößern. Es wurde gegrillt. Fleisch und Würstchen waren reichlich vorhanden, sodass sich jeder erst einmal satt essen und neue Kraft für den 2. Anlauf schöpfen konnte.
Mike Rehmet und Peter Rene Lucas waren von der vormittäglichen Vorstellung so begeistert, dass die Fliegenrute ausgepackt wurde und es den Fischen nun mit dieser Art von Angelei an den Kragen gehen sollte. Mit Erfolg! Bereits nach einigen Würfen konnten die ersten Forellen erfolgreich gelandet werden. Da sich der Fisch trotz der entstehenden Unruhe nicht aus der Fassung bringen ließ und seinem Standort treu blieb, startete nun auch der kleine Reiner Mücher, Peter Lucas und Christian Lucas mit der Fliegenrute durch.
Wahnsinn, 5 Angler auf engstem Raum mit der Fliegenrute und das ohne nennenswerte Vorkommnisse!
In kurzer Zeit wurden 5 Fische gelandet. Einige weitere stiegen im Drill leider aus.
Als Höhepunkt an diesem Nachmittag konnten Reiner Mücher, Mike Rehmet und Peter Rene Lucas gleichzeitig je einen Fisch an der Fliegenrute drillen und auch erfolgreich landen.
Alles in allem mit 39 Fischen also dann doch ein erfolgreicher Angeltag. Auch wenn die Erwartungen an den See höher lagen. Aber wenn der Fisch nicht will, dann kann man daran halt nichts ändern.
Die letzten beiden Tage sollte es dann wieder an die 3 öffentlichen Seen gehen. Das Wetter spielte im Allgemeinen mit und wir konnten noch so einige Fische erbeuten. So wurden am Freitag schließlich noch 2 Fische gefangen, welche die 5 Kilomarke knapp rissen. Doch alles Schöne hat auch mal ein Ende. Und so wurde der Freitag noch einmal richtig ausgenutzt und die Zeit bis zum Dunkelwerden zielgerichtet am Wasser verbracht. Zum Ende des Angeltrips konnten wir schließlich auf 198 gefangene Fische zurückblicken. Also doch wieder einmal ein sehr erfolgreicher Angeltörn.
Am Samstag, dann die Fische schnell in die Kühlkisten, das Auto gepackt und wieder auf nach Berlin, da nach einer Woche ja doch auch immer etwas Heimweh dabei ist.
Zum Abschluss der Fahrt kann man wieder einmal nur sagen, es war eine sehr schöne Fahrt. Die Vorfreude auf das nächste Jahr ist nicht zu verleugnen. Zum Glück wurde bereits ein Termin für das Haus festgelegt, sodass die Planung zur Vorbereitung bereits wieder auf Hochtouren läuft.
Mit Vorfreude auf das nächste Jahr und herzlichen Grüßen an die restlichen Mitstreiter verbleibt,
Mit sportlichen Grüßen
Sportsfreund Peter Rene Lucas